Mobile-Office gewinnt auch bei vmm an Bedeutung

Andres Santiago ist Geschäftsführer von vmm wirtschaftsverlag und vmm digital

Teile diesen Beitrag

Share on email
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on xing
Share on linkedin

Inhaltsverzeichnis

Die Gesundheitskrise hat das Thema Mobile-Office aktueller denn je gemacht. Auch für Andres Santiago, den Geschäftsführer von vmm wirtschaftsverlag und vmm digital. Dennoch hält er das Konzept nicht für eine Komplettlösung der Zukunft.

Herr Santiago, während der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Mobile-Office geschickt. Wenn Sie jetzt daran zurückdenken – positiv oder negativ? Und weshalb?

Andres Santiago: Im ersten Schritt ging es ja um die Gesundheit der Mitarbeiter, der Wechsel verlief demzufolge sehr abrupt, auch wenn wir die technischen Voraussetzungen im Wesentlichen schon zuvor hatten. Nach ein paar kleineren Anlaufschwierigkeiten – die Situation war ja insgesamt sehr unübersichtlich und es musste schnell gehandelt werden – lief das Mobile-Office aber rasch sehr gut und unkompliziert.  

Haben Sie selbst auch die Erfahrung gemacht, von zuhause aus zu arbeiten? Wenn ja, wie fanden Sie es?

Ja, aber in geringerem Maße als manche Kollegen und Kolleginnen bei vmm. Positiv war, dass man ein Projekt oder Konzept in Ruhe und mit mehr Konzentration in wesentlich kürzerer Zeit durchziehen konnte. Die wechselseitige Kommunikation und das Gespür für Themen und Stimmungen fand ich dagegen direkt vor Ort besser.

Wird das Thema „Arbeiten von zuhause“ Ihrer Meinung nach zukünftig auch ohne Katastrophenfälle zunehmen?

Mobile-Office wird zweifelsohne an Bedeutung gewinnen. Wir haben auch schon verschiedene Abfragen bei uns gestartet und stellen fest, dass Modelle, wo man einen Mix aus Präsenz und Mobile Office hat, attraktiv werden könnten. Zum Beispiel auch in Fällen, wo viel Zeit für den Arbeitsweg aufgewendet werden muss. Man muss aber auch die gesamte Infrastruktur im Auge behalten, demzufolge werden bei mehr Mobile-Office auch die Strukturen vor Ort anders und zeitgemäßer werden. Das komplette Mobile-Office als Endpunkt sehe ich übrigens nicht, der Großteil unserer Mitarbeiter aber auch nicht. Wir sind aber auch ein Kommunikationsunternehmen, das mag in anderen Branchen anders sein. Wenn irgendwann alle im Mobile-Office wären, geht vielleicht auch ein mögliches Alleinstellungsmerkmal der Arbeitgebermarke verloren, vieles wird austauschbar werden.

Welche Rolle spielt das Vertrauen gegenüber den Mitarbeitern im Mobile-Office? 

Das Thema Vertrauen sollte da hierbei eigentlich keine Rolle spielen. Wer seinen Aufgaben und Zielen engagiert und motiviert nachkommt wird das an jedem Ort machen, anders herum leider genauso. Schwierigkeiten sehe ich eher darin, dass natürlich nicht jeder Mitarbeiter ein tatsächlich passendes Mobile Office einrichten kann. Dabei denke ich weniger an die Technik als an den Arbeitsplatz im Schlafzimmer oder der Küche – oder beispielsweise auch das Umfeld in Verbindung mit Kinderbetreuung während des Corona-Lockdowns.

Gab es bereits vor Corona die Möglichkeit für Mobile-Office in Ihrem Unternehmen?

Diese Option gab es in einigen wenigen Einzelfällen, war allerdings seitens der Mitarbeiter auch nie groß thematisiert worden.

Hat die Kommunikation mit Kollegen und Kunden noch gut funktioniert? Wenn ja, auf welchen Wegen?

Im Wesentlichen lief alles über Microsoft TEAMS ab. TEAMS hat sich sehr schnell nicht nur zu unserem bevorzugten Video-Tool entwickelt, sondern hat auch im Projektmanagement und in der Kundenbetreuung Einzug gehalten. Das kann man als digitalen Fortschritt dieser Phase verbuchen – und wird auch künftig die Zeit auf der Straße reduzieren. Wir haben uns auch Mühe gegeben, außerhalb der Arbeitsprozesse regelmäßig mit den Mitarbeitern im Mobile Office zu kommunizieren, damit diese sich nicht abgehängt fühlen. Aber auch das sollte man fast akribisch organisieren, sonst wird es zum Zufallsprojekt.

Wie zufrieden waren Ihre Mitarbeiter mit dem Modell Mobile-Office?

Ich glaube die Zufriedenheit war bei den Befürwortern insgesamt groß. Es gab aber auch zweifelsohne Mitarbeiter, die auf ihre Rückkehr gedrängt haben – hiermussten wir dann im Büro wieder gemäß der Hygieneregeln nachjustieren. Dies zeigt aber, Home- und Mobile-Office wird sich als flexibles Modell in beide Richtungen etablieren.

Kontakt

Sie möchten wissen, ob wir der richtige Partner für Ihr Projekt sind? Schicken Sie uns eine unverbindliche Anfrage und Sie erhalten alle wichtigen Informationen für Ihre Entscheidung.

#Corona-Virus: Wir halten den Geschäftsbetrieb aufrecht